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Firmenverkauf Schritt für Schritt

EBITDA Multiples 2026: Tabelle nach Branche und Unternehmensgröße

Was ist Ihr Unternehmen wert? Die aktuellen DUB-KMU-Multiples Q1/2026 – erstmals nicht nur nach Branche, sondern auch nach Unternehmensgröße (Micro/Small/Mid-Cap). So sehen Sie auf einen Blick, welcher Multiple realistisch für Ihr Unternehmen ist – beim Verkauf oder bei der Bewertung.

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Was ist ein EBITDA Multiple?

Ein EBITDA Multiple (auch EBITDA-Multiplikator oder Branchenmultiple) ist ein Bewertungsfaktor, der den Unternehmenswert ins Verhältnis zum EBITDA setzt. Die Formel lautet: Unternehmenswert = EBITDA × Multiple. Im deutschen Mittelstand reicht die Spannweite Q1/2026 von 2,4x bei kleinen Konsumgüter-Betrieben bis 10,4x bei großen Software-Unternehmen – abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Wachstumspotenzial.

Die Multiplikator-Methode ist das am häufigsten verwendete Verfahren zur Bewertung von mittelständischen Unternehmen. Der Grund: Sie ist schnell, nachvollziehbar und basiert auf realen Marktdaten vergleichbarer Transaktionen.

Neu in der DUB-Q1/2026-Datenbasis: Multiples werden jetzt differenziert nach Unternehmensgröße ausgewiesen – Micro-Cap, Small-Cap und Mid-Cap. Das ist ein wichtiger Schritt zur Realitätsnähe: Ein Software-Unternehmen mit 2 Mio. € Umsatz bekommt nicht den gleichen Multiple wie eines mit 80 Mio. €.

Die EBITDA-Multiple-Formel

Unternehmenswert = EBITDA × Branchenmultiple (Größenklasse)
Beispiel: Maschinenbau-Small-Cap mit 800.000 € EBITDA × 5,15 (Mittel) = 4,12 Mio. € Enterprise Value

Größenklassen erklärt: Micro, Small & Mid-Cap

Die DUB unterscheidet seit Q1/2026 drei Größenklassen anhand des Jahresumsatzes. Das ist relevant, weil größere Unternehmen systematisch höhere Multiples erzielen – wegen besserer Skalierbarkeit, professionellerer Strukturen, geringerer Inhaberabhängigkeit und höherem Käuferinteresse.

Micro-Cap

Umsatz < 5 Mio. €
2,4x – 7,7x
Bandbreite alle Branchen

Klassische Mittelstands- und Inhaberunternehmen. Höhere Inhaberabhängigkeit, oft regional begrenzt. Käufer: MBI-Kandidaten, kleinere Strategen, Family Offices.

Small-Cap

Umsatz 5–50 Mio. €
3,5x – 9,7x
Bandbreite alle Branchen

Etablierte Mittelständler mit professionellen Strukturen. Geringere Inhaberabhängigkeit, zweite Führungsebene. Käufer: Strategen, mittlere PE-Häuser, Search Funds.

Mid-Cap

Umsatz > 50 Mio. €
4,5x – 10,4x
Bandbreite alle Branchen

Größere Mittelstands- und Hidden-Champion-Unternehmen. Skalierbare Strukturen, internationale Käuferansprache möglich. Käufer: Internationale Strategen, große PE.

Warum die Größenklasse so wichtig ist

Der Sprung von Micro zu Mid-Cap kann den Multiple um 50-100% erhöhen. Beispiel Maschinenbau: Micro-Cap-Multiple-Mittel ~4,5x, Mid-Cap ~6,4x. Bei gleicher EBITDA-Marge entscheidet allein die Größe über millionenschwere Bewertungsunterschiede. Das ist ein zentraler Hebel der Exit-Vorbereitung – über die Jahre den Umsatz strategisch in die nächste Größenklasse zu führen.

EBITDA Multiples Q1/2026 – 20 Branchen, 3 Größenklassen

Die aktuelle DUB-KMU-Multiples-Tabelle (Q1/2026) zeigt für jede Branche die Bandbreite (Von–Bis) in den drei Größenklassen Micro-Cap, Small-Cap und Mid-Cap. So sehen Sie auf einen Blick, in welcher Spanne sich Ihr Unternehmen bewegt:

EBITDA Multiples nach Branchen und Größenklassen – Deutscher Mittelstand Q1/2026 (DUB)
BrancheMicro-Cap
< 5 Mio. € Umsatz
Small-Cap
5–50 Mio. € Umsatz
Mid-Cap
> 50 Mio. € Umsatz
VonBisVonBisVonBis
Maschinen- und Anlagenbau4,0x4,9x4,5x5,8x5,6x7,1x
Fahrzeugbau & Automotive2,7x4,5x3,8x5,2x4,7x6,0x
Elektrotechnik & Elektronik4,2x6,0x5,5x8,0x7,2x8,8x
Metallverarbeitung & Fertigungstechnik3,4x4,2x4,0x5,4x4,7x6,8x
Chemie, Kunststoffe & Verpackung3,6x4,6x5,2x6,5x6,4x8,1x
Medizintechnik & Life Sciences5,9x7,5x7,0x9,0x7,9x9,8x
Software & Digitale Plattformen6,2x7,7x7,7x9,7x8,3x10,4x
IT-Services & Systemhäuser5,2x6,7x6,1x8,3x7,1x9,5x
Medien, Marketing & Agenturen3,0x4,5x4,0x5,9x6,4x7,8x
Telekommunikation & Infrastruktur4,6x6,7x5,9x7,9x6,8x8,1x
Pflege, Arzt-/Zahnarztpraxis, Tierarzt & Apotheke5,0x6,0x5,8x8,1x7,6x9,5x
Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B) – Steuerkanzlei, Reinigung3,7x5,2x5,0x6,8x6,5x8,0x
Bau, Handwerk, SHK, GaLaBau, Maler, TGA3,7x5,1x4,4x5,5x5,8x7,0x
Immobilien-Dienstl. & Facility Management4,1x5,0x5,2x6,7x6,8x8,3x
Finanzdienstleistungen & Vers.-Makler5,0x6,5x6,0x7,7x7,9x10,1x
Nahrungs- & Genussmittel4,4x5,7x5,3x6,5x6,7x7,9x
Konsumgüter (Non-Food)2,4x4,0x3,5x5,5x4,5x5,9x
Handel: E-Commerce & Versand4,1x6,5x5,4x6,9x7,5x9,4x
Handel: Groß- & Einzelhandel (Stationär)3,0x4,5x4,4x5,5x5,1x6,5x
Transport, Logistik & Spedition3,4x4,9x4,0x5,6x5,2x7,0x

Quelle: DUB KMU Multiples, Stand Q1/2026 | Verlinkte Branchen: Detaillierte Verkaufsleitfäden verfügbar

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Berechnen Sie Ihren individuellen Unternehmenswert mit Ihren Kennzahlen und Größenklasse.
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Wichtig: Multiples sind Bandbreiten – wo liegen Sie?

Die Tabelle zeigt die Bandbreite Ihrer Branche und Größenklasse. Wo Ihr Unternehmen innerhalb der Bandbreite liegt, hängt von individuellen Faktoren ab: Wachstum, Marktposition, Inhaberabhängigkeit, wiederkehrende Umsätze (siehe nächster Abschnitt). Ein professioneller M&A-Berater hilft, den realistischen Multiple für Ihre Situation zu bestimmen.

Was beeinflusst den EBITDA Multiple?

Innerhalb der Bandbreite Ihrer Branche und Größenklasse entscheiden diese Faktoren, ob Sie am oberen oder unteren Ende liegen:

Wachstumsrate

Unternehmen mit starkem, nachhaltigem Wachstum erzielen höhere Multiples.

+20-50% bei >15% Wachstum p.a.

Inhaberabhängigkeit

Unternehmen, die ohne den Inhaber funktionieren, sind wertvoller.

-20-30% bei hoher Abhängigkeit

Wiederkehrende Umsätze

Abo-Modelle und Wartungsverträge steigern die Planbarkeit und damit den Wert.

+15-40% bei >50% Recurring Revenue

Marktposition

Marktführer und Nischenspezialisten erzielen Premium-Bewertungen.

+10-30% bei starker Position

Kundenkonzentration

Starke Abhängigkeit von wenigen Kunden erhöht das Risiko für Käufer.

-15-25% wenn Top-3 >50% Umsatz

Qualität der Finanzdaten

Saubere Buchhaltung und transparente Zahlen schaffen Vertrauen.

-10-20% bei mangelhafter Dokumentation

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EBITDA richtig bereinigen

Was ist das bereinigte EBITDA?

Das bereinigte EBITDA (Adjusted EBITDA) ist das um einmalige, nicht-operative und inhaberbezogene Posten korrigierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Es zeigt die nachhaltige operative Ertragskraft und ist die Basis für die Multiple-Bewertung. Typische Bereinigungen erhöhen das EBITDA um 20-50%.

Viele Unternehmer unterschätzen ihren Firmenwert, weil sie mit dem unbereinigten EBITDA rechnen. Die korrekte Bereinigung ist entscheidend:

EBITDA-Bereinigung Checkliste

Zum EBITDA addieren (+)

  • Inhabergehalt über Marktniveau
  • Private PKW-Nutzung, Reisen
  • Miete an eigene Immobilie über Markt
  • Einmalige Kosten (Rechtsstreit, Umzug)
  • Gehälter für nicht-aktive Familienmitglieder
  • Nicht betriebsnotwendige Kosten

Vom EBITDA abziehen (-)

  • Inhabergehalt unter Marktniveau
  • Einmalige Erträge (Verkäufe, Förderungen)
  • Nicht-operative Erträge
  • Miete unter Marktniveau
  • Fehlende Investitionen (Nachholbedarf)
  • Kosten für zusätzlich nötiges Personal

Praxis-Beispiel: Bereinigtes EBITDA in Aktion

Ein Maschinenbau-Unternehmer (Small-Cap, 12 Mio. € Umsatz) zahlt sich 180.000 € Gehalt, marktüblich wären 100.000 €. Das EBITDA laut BWA beträgt 800.000 €. Bereinigt: 800.000 € + 80.000 € = 880.000 € bereinigtes EBITDA. Bei einem Maschinenbau-Small-Cap-Multiple von 5,15 (Mittel) ergibt das 4,53 Mio. € EV statt 4,12 Mio. € – ein Unterschied von 410.000 €! Bei einem ambitionierten Verhandlungsergebnis am oberen Bandbreitenrand (5,8x): 5,10 Mio. €.

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EBITDA vs. EBIT: Wann welchen Multiple verwenden?

Was ist der Unterschied zwischen EBIT und EBITDA?

EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. EBITDA addiert zusätzlich Abschreibungen hinzu. EBITDA eignet sich besser für kapitalintensive Branchen mit hohen Abschreibungen (z.B. Maschinenbau), EBIT für dienstleistungsorientierte Unternehmen mit geringen Anlagen.

Faustregel:

  • EBITDA-Multiple verwenden bei: Produktion, Maschinenbau, Logistik, E-Commerce mit Lager – überall wo Abschreibungen einen großen Anteil haben
  • EBIT-Multiple verwenden bei: Beratung, Software (ohne Hardware), Agenturen – wo Abschreibungen gering sind

Im deutschen Mittelstand ist das EBITDA-Multiple der Standard, da die meisten KMU über nennenswerte Sachanlagen verfügen.

Wo liegt Ihr Multiple innerhalb der Bandbreite?

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Häufige Fragen zu EBITDA Multiples

Was ist ein guter EBITDA Multiple?

Das hängt von Branche und Unternehmensgröße ab. Im deutschen Mittelstand (Q1/2026 DUB-Daten): Bei Micro-Cap (Umsatz < 5 Mio. €) liegen typische Multiples zwischen 3x und 6x, bei Small-Cap (5-50 Mio. €) zwischen 4x und 8x, bei Mid-Cap (> 50 Mio. €) zwischen 5x und 10x. Software-Mid-Cap-Unternehmen erreichen bis zu 10,4x. Wichtiger als der "gute" Multiple ist der realistische Multiple für Ihre Branche und Größenklasse.

Was bedeuten Micro-Cap, Small-Cap und Mid-Cap im Mittelstand?

Die DUB unterscheidet die Größenklassen anhand des Jahresumsatzes: Micro-Cap = unter 5 Mio. € Umsatz, Small-Cap = 5 bis 50 Mio. € Umsatz, Mid-Cap = über 50 Mio. € Umsatz. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil größere Unternehmen systematisch höhere Multiples erzielen – wegen besserer Skalierbarkeit, professionellerer Strukturen, geringerer Inhaberabhängigkeit und höherem Käuferinteresse (besonders Private Equity beginnt meist erst ab 1-2 Mio. € EBITDA).

Warum bekomme ich als kleines Unternehmen einen niedrigeren Multiple?

Kleinere Unternehmen (Micro-Cap) erzielen typisch 30-50% niedrigere Multiples als größere Unternehmen derselben Branche. Gründe: Höhere Inhaberabhängigkeit, weniger professionelle Strukturen (oft keine zweite Führungsebene), kleinerer Käuferkreis (PE-Fonds fangen meist erst bei 1-2 Mio. € EBITDA an), höheres Klumpenrisiko, geringere Skalierbarkeit. Das ist kein Versagen, sondern strukturell – und einer der wichtigsten Hebel der Exit-Vorbereitung: Das Unternehmen über die Jahre in die nächste Größenklasse führen.

Wie berechne ich den Unternehmenswert mit dem EBITDA Multiple?

Die Formel lautet: Unternehmenswert (EV) = Bereinigtes EBITDA × Branchenmultiple (Größenklasse). Beispiel: Ihr Maschinenbau-Unternehmen (Small-Cap, 15 Mio. € Umsatz) hat ein bereinigtes EBITDA von 1,2 Mio. €. Der Small-Cap-Maschinenbau-Multiple liegt zwischen 4,5x und 5,8x – Mittelwert 5,15x. Indikativer Unternehmenswert: 1,2 Mio. € × 5,15 = 6,18 Mio. € Enterprise Value. Davon werden Schulden abgezogen und Cash addiert, um den Equity Value zu erhalten.

Warum schwanken EBITDA Multiples zwischen Branchen?

Branchen mit höherem Wachstumspotenzial, stabileren Cashflows und besserer Skalierbarkeit erzielen höhere Multiples. Software hat z.B. einen Mid-Cap-Multiple bis 10,4x, weil Software-Unternehmen oft wiederkehrende Umsätze haben, besser skalieren und höhere Margen erzielen. Konsumgüter (Non-Food) liegen dagegen bei Mid-Cap nur bei 4,5-5,9x – wegen niedrigerer Margen, höherem Wettbewerb und volatileren Cashflows.

Wie oft ändern sich EBITDA Multiples?

EBITDA Multiples ändern sich quartalsweise, basierend auf aktuellen Transaktionen und Marktbedingungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten sinken Multiples tendenziell, bei hoher M&A-Aktivität steigen sie. Die DUB aktualisiert ihre KMU Multiples quartalsweise – aktuelle Werte (Q1/2026) finden Sie in der Tabelle oben.

Was ist der Unterschied zwischen Enterprise Value und Equity Value?

Der Enterprise Value (EV) ist der Gesamtwert des Unternehmens, berechnet mit dem EBITDA Multiple. Der Equity Value ist das, was der Verkäufer tatsächlich erhält. Formel: Equity Value = Enterprise Value - Schulden + überschüssiges Cash. Bei 5 Mio. € EV, 800.000 € Schulden und 300.000 € Cash ergibt sich ein Equity Value von 4,5 Mio. €.

Kann ich den EBITDA Multiple meines Unternehmens verbessern?

Ja, durch gezielte Maßnahmen: Inhaberabhängigkeit reduzieren, wiederkehrende Umsätze aufbauen, Kundenkonzentration verringern, Dokumentation verbessern, profitables Wachstum demonstrieren. Diese "Exit-Vorbereitung" kann den Multiple innerhalb der Bandbreite um 20-50% steigern – und idealerweise sogar in die nächste Größenklasse springen. Sie sollte 1-3 Jahre vor dem geplanten Verkauf beginnen.

Warum ist das bereinigte EBITDA wichtig?

Das bereinigte EBITDA zeigt die nachhaltige, übertragbare Ertragskraft. Inhaberbezogene Kosten (überhöhtes Gehalt, private Ausgaben) werden herausgerechnet, da ein Käufer diese nicht hat. Einmaleffekte werden eliminiert. Ein korrekt bereinigtes EBITDA ist typischerweise 20-50% höher als das buchhalterische EBITDA – und damit ist auch der Unternehmenswert entsprechend höher.

Was ist Ihr Unternehmen wert?

Die Multiples-Tabelle gibt eine erste Orientierung. Für Ihre individuelle Bewertung haben Sie zwei Möglichkeiten:

Beides kostenlos und unverbindlich

Zuletzt geprüft und aktualisiert am 11. Juni 2026 durch Severin Borch (CEPA – Certified Exit Planning Advisor).
Die Multiples-Daten werden quartalsweise auf Basis aktueller DUB-KMU-Daten und eigener Markterfahrung überprüft. Letztes Daten-Update: Q1/2026 (Juni 2026) – neu mit Größenklassen-Differenzierung.
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